Tabellarischer Lebenslauf Aufbau und Tipps – mit Checkliste

Tabellarischer Lebenslauf Illustration mit Glühbirne

Lebenslauf Tipp 1 - Erstelle einen Basislebenslauf

Erstelle dir einen tabellarischen Basislebenslauf der alles umfasst, was zu deiner Person und Deinem bisherigen beruflichen Werdegang gehört. Hast du diesen Basislebenslauf einmal abgespeichert, dann kannst du ihn für deine Bewerbungen immer wieder verwenden und aktualisieren. Vor allem dann, wenn sich etwas geändert hat (z.B. Wechsel des Arbeitgebers) oder wenn etwas Neues hinzukommt (z. B eine neue Weiterbildungsmaßnahme). Auf diese Weise ist sichergestellt, dass du nichts vergisst.

Am besten, du gehst beim Erstellen eines Basislebenslaufes von einem bewährten Gliederungsschema aus (siehe weiter unten). Nimm das Schema als Anregung und entwickele es so weiter, wie es am besten zu dir passt.

Verwende diesen Basislebenslauf jedoch nicht unverändert für jede Bewerbung, ohne vorher zu überprüfen, ob er für die Stelle passt. Wahrscheinlich musst ihn zuvor überarbeiten und ggf. stellenspezifische Schwerpunkte setzen. Wie das Anschreiben, so muss auch der Lebenslauf spezifisch auf das Unternehmen und die Position zugeschnitten werden, auf die du dich aktuell bewirbst. Prüfe, ob alles enthalten ist und ob die angegeben Zeiten stimmen. Stimmt das Datum im Kopf des Lebenslaufes und am Ende?(Bei unseren Lebebenslauf Vorlagen aktualisiert sich das Datum automatisch) Auch das Format beziehungsweise die Darstellung wie zum Beispiel konservativ, farbig modern oder extravagant sollten auf die jeweilige Stelle angepasst sein.

Lebenslauf Tipp 2 - Sei einzigartig

Schematische, lieblos dahingeschriebene Einheitsanschreiben und Einheitslebensläufe, die allzu gängige Floskeln (aus dem Internet) enthalten und vielleicht noch fehler- bzw. lückenhaft sind, lassen wirkliches Interesse an der Stelle vermissen. So eine Bewerbung ist in Gefahr sehr schnell vom Personaler aussortiert zu werden, selbst wenn die Qualifikation vielleicht gut auf die Stelle passt. Das wäre doch wirklich sehr schade.

Lebenslauf Tipp 3 - Weniger ist oft mehr

Lass Details, die für die ausgeschrieben Stelle nicht oder weniger relevant sind lieber weg, aber nur, wenn dadurch keine Lücken im Lebenslauf entstehen!

Generell solltest du dich im tabellarischen Lebenslauf eher auf eine knappe Darstellung beschränken. Kein Personaler möchte sich durch einen 5 seitigen dichtbeschriebenen Lebenslauf hindurcharbeiten. Ein bis zwei Seiten, die übersichtlich gestaltet und klar strukturiert sind, reichen völlig.

Lebenslauf Tipp 4 - Ehrlichkeit währt am Längsten

Schreibe nichts in den Lebenslauf, was nicht stimmt. Ein abgeschlossenes Studium nur dann, wenn du auch wirklich einen Abschluss gemacht hast und dir die Urkunde etc. vorliegt. Firmen wollen solche wichtigen Urkunden von Berufsabschlüssen, Promotion- oder Masterstudium fast immer im Original sehen. Manchmal auch noch nach erfolgter Einstellung. Wer das dann nicht nachweisen kann, der muss mit einer Entlassung rechnen. Das ist dann mindestens sehr peinlich und kann dir im schlimmsten Fall deine berufliche Zukunft ziemlich verbauen.

Ist das Studium noch nicht abgeschlossen, dann muss das im Lebenslauf auch erwähnt werden (mit Angabe des Semesters) in dem du dich gerade befindest, dem angestrebten Abschluss und der Angabe des voraussichtlichen Abschlussdatums.

Lebenslauf Tipp 5. - Wie mit Lücken im Lebenslauf umgehen?

Wenn es größere zeitliche Lücken (mehrere Wochen oder gar Monate) gibt, dann solltest du am besten offen und ehrlich mit solchen Brüchen im Lebenslauf umgehen. Den Zeitraum einer Stellensuche kannst du im Lebenslauf durchaus offen als „Arbeit suchend“ beschreiben. Das ist keine Schande und das haben schon viele vor dir erlebt. Arbeitsuchender zu sein kann ja auch ganz viele verschiedenen, auch unverschuldete, Gründe haben. Wenn diese Phase der Suche allerdings schon zu lange dauert, dann kann schnell ein negatives Bild entstehen.

Damit es gar nicht erst soweit kommt: Werde aktiv! Mach dich zum Beispiel direkt auf die Suche nach einem Praktikum, dass idealerweise deine Qualifikation erweitert oder mach eine Weiterbildung, die zu deinem Job passt und die deine Chancen im Arbeitsmarkt erhöhen kann. Am besten ist es, wenn das Praktikum, die Weiterbildung oder sonstige Lückentätigkeit irgendetwas mit dem angestrebten Jobziel zu tun hat.

Mit Praktika und Weiterbildung kannst du solchen Lücken im Lebenslauf gut überbrücken und du zeigst, dass du trotz einer vielleicht schwierigen, persönlichen Lage die Hände nicht in den Schoß gelegt hast. Damit kannst du Punkte sammeln und negative Zeiten in positive umkehren.

 Abbrüche von Ausbildung und Studium nicht unter den Tisch fallen lassen. Du musst aber auch nicht schreiben „Ohne Abschluss“. Aber du solltest in einem Gespräch schon nachvollziehbar erklären können, warum du das Studium abgebrochen hast. Hier reicht im Lebenslauf z.B. die Formulierung:  Studium der Geologie bis zum 4. SemesterDetails zu den Abbruchgründen gehören am besten in das Bewerbungsgespräch.

Lebenslauf Tipp 6. - Das liebe Geld: Angabe der Gehaltsvorstellung

Wenn nicht ausdrücklich danach gefragt wird, sollte man die Gehaltsvorstellung ohne Not nicht angeben. Wer zu hoch greift, wirft sich aus dem Rennen; wer zu wenig verlangt, signalisiert einen eigenen niedrigen Marktwert.

Wenn nach den Gehaltsvorstellungen gefragt wird, dann unbedingt auf den Webseiten der Bundesagentur für Arbeit oder in einschlägigen Fachzeitschriften nach dem aktuellen Gehaltsspiegel erkundigen. Fachzeitschriften wie die Computerzeitschrift CT führen z.B. für den IT-Bereich regelmäßig Gehaltsumfragen unter den verschiedenen IT-Berufen durch. Wenn du Leute kennst, die in dem Job arbeiten, dann kannst du die auch fragen. Das Gehalt ist heute kein ganz so großes Tabuthema mehr, wie noch vor einigen Jahren. Die Angabe der Gehaltsvorstellung passt außerdem besser in das Anschreiben.

Lebenslauf Tipp 7. - Angabe von Noten, auch den nicht ganz so guten

Angabe der Grundschule und andere sehr frühe Qualifikationen werden im Lebenslauf nicht mehr erwartet, wenn man schon einige Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel hat. Man sollte sie in diesem Fall nur dann angeben, wenn sie für die Stelle von besonderer Bedeutung sind. Die Abschlussnoten (Abitur, Studium, Ausbildung) müssen im Lebenslauf explizit genannt werden, auch wenn die Zeugnisse der Bewerbung ja sowieso beiliegen. Es erspart dem Personaler, der viele Bewerbungen auf dem Tisch hat, die Durchsicht aller Zeugnisse.

Auch die nicht ganz so guten Noten, nicht unter den Tisch fallen lassen. Im Zeugnis stehen sie ja sowieso. In dem Fall wird es um so wichtiger alles Positive deutlicher hervorzuheben. Z.B. ein soziales Engagement, der Auslandsaufenthalt oder die selbst finanzierte Weiterbildung bzw. sogar der nachgeholte, höher qualifizierende Abschluss.

Lebenslauf Aufbau Checkliste – Struktur ist der ganze Lebenslauf

Folgendes (grobes) Gliederungsschema hat sich bei tabellarischen Lebensläufen bewährt und kann Dir zur als Grundlage dienen. (ergänzt und aktualisiert nach Hessen/Schrader, Neue Bewerbungsstrategien für Hochschulabsolventen, 2001, S. 124ff).

Lebenslauf-modern häkchen icon Persönliche Daten

  • Vor- und Zuname
  • Anschrift/Telefon/E-Mail-Adresse
  • Eigene Webseite (am besten nur, wenn für den Job relevant. Achtung: Eine Webseite, die ein sehr exotisches oder gefährliches Hobby beschreibt, dass mit dem Job nichts zu tun hat, könnte sich unter Umständen negativ auswirken)
  • Geburtsdatum und -ort
  • Religionszugehörigkeit (muss nicht sein)
  • Familienstand, ggf. Zahl und Alter der Kinder
  • Name und Beruf des Ehepartners (muss nicht unbedingt sein)
  • Staatsangehörigkeit (aber nur, wenn diese ausländisch ist)

Lebenslauf-modern häkchen icon Schulausbildung

  • Besuchte Schulen (Typen)
  • Schulabschlüsse mit Abschlussnoten

Lebenslauf-modern häkchen icon Berufsausbildung

  • Art der Berufsausbildung
  • Ausbildungsfirma/-institution, eventuell mit Ortsangabe
  • Abschluss, eventuell mit Hinweis auf besonderen Erfolg und mit Abschlussnoten

Lebenslauf-modern häkchen icon Hochschulstudium

  • Fach/Fächer
  • Name/Ort der Universität oder Fachhochschule
  • Schwerpunkte
  • Thema der Examensarbeit; ggf. Promotion
  • Art der Examina

Lebenslauf-modern häkchen icon Berufspraxis (soweit schon vorhanden)

  • Berufsbezeichnung, Position, eventuell Kurzbeschreibung der Tätigkeiten und Funktionen
  • Arbeitgeber mit Ortsangabe

Lebenslauf-modern häkchen icon Ggf. berufliche Weiterbildung

  • Alles, was der Berufspraxis genützt hat

Lebenslauf-modern häkchen icon Ggf. außerberufliche Weiterbildung

  • z. B. nachgeholter Schulabschluss – aber aufgepasst bei anderen Kursen: Fremdsprachen ja, aber Psychokurse an der VHS? (Welches Bild entwerfen Sie möglicherweise von sich?)

Lebenslauf-modern häkchen icon Besondere Kenntnisse

  • z. B. Fremdsprachen, EDV-Kenntnisse, Führer- und andere Scheine, aber auch hier Vorsicht und Überlegung, welches Bild Sie von sich abgeben

Lebenslauf-modern häkchen icon Interessen/Sonstiges/Hobbys (gerne künstlerisch)

  • An Bedeutung gewonnen hat ehrenamtliches und/oder soziales Engagement

Auch Sport (z.B. Mannschaftsportarten), sogar politisches Engagement (aber keine politischen Statements!) geben ein gutes Bild ab.
Hier sollte alles gut überlegt sein: es sollte irgendwie zu Dir und zu Deiner Bewerbung um den speziellen Arbeitsplatz passen.

Lebenslauf-modern häkchen icon Ggf. Sonderinformationen über: 

  • Auslandsaufenthalte während Schulzeit/Berufstätigkeit, ggf. Praktika/Aushilfstätigkeiten/Neben- und Ferienjobs ….

Lebenslauf-modern häkchen icon Ort, Datum, Unterschrift (handschriftlich)

  • Keine Grußformeln und auch keine Versicherungen. Die Unterschrift reicht, um zu belegen, dass die gemachten Angaben wahrheitsgemäß gemacht wurden.

Schaue auch in die unterschiedlichen Word-Templates. Dort kannst du bereits fertige Vorlagen finden, die du nur noch anpassen musst.